Die Brücke, die beide Ufer miteinander verbindet vermutet man in Köln, wer weiss.

Auf den Blickwinkel kommt es an

Fotografie ist nicht nur der Einfang einer Momentaufnahme. Produkt- und Werbefotos leben von Inszenierung und Werbesprache. Der Blickwinkel ist nicht nur entscheidend, sondern verleiht dem Bild die nötige Dynamik. Das ist zumindest meine Meinung! Immer wieder wagte ich Experimente und erfreute mich an einem, für mich sensationelles Bild, festgehalten mit einer analogen Spiegelreflexkamera. Mit meiner ersten Digicam hatte ich auch Spaß. Der Lerneffekt verstärkte sich und die erste D-SLR musste her. Gebraucht, leider nicht neu und schon direkt ein Reinfall. Also neue Fotos von der Ausrüstung machen und Sie für eBay vorbereiten. Mit einem riesen Verlust bin ich die Gurke, irgendwann doch losgeworden.

Die Kaffeepause gehört zu unseren täglichen Aufgaben.

Zeit für eine Kaffeepause im Büro

Die erste Liebe war Nikon!

Mit der Nikon D200 fühlte man sich schon besser, muss ich eingestehen. Die Haptik von Nikon Kameras fand ich damals schon besser. Das war wahrscheinlich einer der Argumente um sich die mit dem gelben Band zu nehmen. Damit ging es dann auch schon mit den ersten Produktfotos für ein Kölner Unternehmen los. Eh ich mich versah, klingelten weitere Kunden durch. Meine Nikons haben mich bisher nie im Stich gelassen. Ausser mal die Speicherkarten oder das Akku-Laden vergessen, wurde ich nicht enttäuscht. Ein weiterer Grund für Nikon war die Verarbeitung, ganz klar. Ob beim Body oder den Objekitven bemerkt man einen Unterschied. Damit ist der etwas höhere Preis von Nikon Geräten entschuldigt. Ist änlich wie Mac oder Windows User.

Der richtige Blickwinkel

Ein anderer Blickwinkel auf die Natur

Griechenland

Wie in allen Situationen ist nicht ein Blickwinkel, auf alles anwendbar, sondern hängt von vielen Faktoren ab. Menschen fotografiert man eher von Oben und im Anschnitt, Produkte dagegen anders. Die Natur kann auf viele verschieden Weisen dokumentiert werden. Ich nenne den Blickwinkel:  Schräglage. Diesen Trick kann man beispielsweise bei eher langweiligen Motiven anwenden. Für die nötige Dynamik ist dann auf jeden Fall gesorgt.

Die Farben

Farben spielen in der Fotografie eine sehr bedeutende Rolle. Entscheidet man sich dagen für die Schwarz Weiss Fotografie, spielt man eher mit dem Kontrast. Welcher Blickwinkel auf welche Situation angenwendet wird, muss jeder selbst entscheiden. Mit der Farbtemperatur kann man sehr gut arbeiten. Die Lichtstimmung ist nämlich wichtig. Die Farbsättigung kann bei Bedarf ebenfalls erhöht werden, um buntere und leuchtende Farben zu erreichen.

Photoshop – dem Himmel sei Dank

Retuschen und Freisteller macht man am besten mit Adobe Photoshop. Zumindest kenne ich kein besseres Programm für die Bildbearbeitung auf höchstem Niveau. Freisteller mit dem Zauberstab kann Jeder! Genauer wird es, wenn man mit Pfaden arbeitet. Das Pfadwerkzeug ist sehr genau und sorgt bei genauem Arbeiten, für präzise Freisteller. Natürlich ist der Weg und die Arbeitszeit höher als bei der herkömmlichen Methode. Jeder Fotograf hat Anspruch an seine Arbeit bzw. den Werken. Je höher dieser ist, umso besser sind die Ergebnisse und umso glücklicher sind die Kunden.

Wie wählt man den richtigen Blickwinkel?

Wie weiter oben bereits erwähnt gibt es keine pauschale Antwort. Es hängt von vielen Faktoren ab. Das Thema ist natürlich ausschlaggebend. Die Produktfotografie genügt sich mit zentrierten Objekten plus ein seitlicher Anschnitt. In der Werbefotografie hat man wesentlich mehr Spielraum. Das geschulte Auge und Fingerspitzengefühl weisen einem schon die richtige Richtung. Man muss auch unterscheiden, ist es ein freies, kreatives Foto oder geht es um kommerzieller Fotografie, wo der Kunde seine eigenen Wünsche erfüllt haben möchte. Auch bei den Produkten gibt es solche und solche. Ein technischer Artikel sollte in einer dreidimensionalen Perspektive fotografiert werden. Der Blickwinkel ist sicherlich ein anderer als auf eine Parfümflasche.

Mehr Spannung im Produkt wird durch eine Reflexion verursacht

Reflexion im Produkt und natürlicher Schatten – Fotografie mit einer Lichtquelle

Auch zu beachten ist die Bildaussage, die man mit der Fotografie erreichen möchte. Was möchte man dem Zuschauer / Betrachter für einen Eindruck vermitteln? Porträts beispielsweise haben ganz andere Prioritäten. Ein Hochzeitsfoto ist ebenfalls eine andere Hausnummer. Ein befreundeter Fotograf sagte mal: Je mehr Du über die Fotografie weist, umso schwieriger wird es zu fotografieren. Was er damit meinte ist einfach, hört mal auf Euer Bauchgefühl. Man sollte es bei der Perspektive, wie mit allen Dingen, nicht zu sehr übertreiben. Wenn man z. B. ein Produkt sehr schräg von unten fotografiert oder mit einem ungewöhnlichen Blickwinkel, kann es auch nach hinten los gehen.

Fotografie mit zwei externen Lichtquellen

Benötige ich immer die teuerste Ausrüstung?

Nein, das nicht unbedingt. Man muss sich jedoch im klaren sein, dass eine gute Kamera, lichtstarke Objektive und weiteres Zubehör, ihre Berechtigung haben. Für den Anfang reicht meist eine gebrauchte Digitale Spiegelreflexkamera. Preislich sind diese heutzutage sehr gut und günstig zu beschaffen. Das Foto-Equipment erleichtert nicht nur das fotografieren, sondern spart auch viel Zeit in der Digitalen Bildbearbeitung. Als professioneller Fotograf sollte man jedoch einen gewissen Standard besitzen. Backup ist auch ein wichtiges Stichwort, auch wenn es mit dem Blickwinkel nichts zu tun hat.

Was sollte eine professionelle Foto-Ausrüstung beinhalten?

Wer sich als professioneller Fotograf auf dem Markt behaupten will, muss nicht nur gut sein, sondern auch die technische Ausrüstung besitzen. Ich empfehle folgende Produkte:

  • Hauptkamera, ein richtiges Arbeitstier im Profi Bereich, wie z. B. Nikon D4
  • Backup Kamera (kann gerne mit Cropp Faktor sein)
  • Lichtstarkes Weitwinkelobjektiv wie z. B. Nikkor 14-24 mm f2.8
  • Standardzoom wie z. B. Nikkor 24-70 mm f2.8
  • Telezoom wie z. B. Nikkor 70-200 mm f2.8
  • Festbrennweiten: 28 mm, 50 mm, 85 mm (natürlich wenn man die oberen nicht besitzt)
  • Blitzgeräte und oder eine mobile Blitzanlage
  • Große und sichere Kameratasche
  • Robuster Stativ
  • Softboxen, Reflektoren und Lichtformer
  • Speicherkarten (und zwar nicht wenige)
  • Akkus (drei, vier Stück)
  • Festplatten für doppelte Datensicherung
  • Schneller Mac / PC um große und viele Dateien schnell bearbeiten zu können

Alles darüber hinaus ist Luxus oder Hobby. Rechnet man alles zusammen, stellt man fest, dass es die Kosten für die Neuanschaffung eines Kleinwagens ist. Technik geht hin und wieder leider auch mal kaputt. Früher oder später ist man also gezwungen, das ein oder andere zu ersetzen. Viele machen auch den Fehler, die Kamera zwar immer wieder zu erneuern, aber das Arbeitstier, sprich den Rechner nicht gleichzeitig aufzurüsten. Größere Bilddateien erfordern auch mehr Rechnerleistung. Wer seine Megapixel beispielsweise verdoppelt, wird schnell merken, wie lange der Rechner braucht, um diese Daten zu verarbeiten.

Wer die Fotografie rein aus Hobby betreibt, muss sich deswegen weniger Sorgen machen. Für das Hobby hat man schließlich alle Zeit der Welt und hat keinen Termindruck. Auch die Technik hält normalerweise länger, da es nicht so häufig im Einsatz ist. Freut mich, dass Sie soweit gelesen haben. Ich hoffe ich konnte meinen Blickwinkel gut wiedergeben und die ein oder andere Frage beantworten.

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